Das informationelle Selbst — Eine neue Sichtweise

Ein neuer Blick auf uns selbst

Weder spirituell
noch übernatürlich,
sondern informationell.

Seit Jahrtausenden verwenden Menschen Begriffe wie Geist und Seele, um etwas Reales, aber schwer Erklärbares zu beschreiben: Gedächtnis, Identität, Denken, Handlungsfähigkeit, inneres Erleben und Kontinuität. Das informationelle Selbst fragt, ob diese Phänomene besser nicht als übernatürliche Substanz, sondern als in lebenden Systemen verkörperte und verarbeitete Information verstanden werden.

Das informationelle Selbst entdecken ↗

Die Phänomene sind real. Die übernatürliche Erklärung vielleicht nicht.

Leben. Erinnerung. Identität.

Die zentrale Idee

Der zentrale Vorschlag ist eine Neuklassifizierung: Viele Phänomene, die historisch Geist oder Seele zugeschrieben wurden, lassen sich möglicherweise besser als verkörperte Informationsprozesse erklären. DNA überträgt Information zwischen Generationen; Gehirne kodieren und rekonstruieren Erinnerungen; Lernen verändert neuronale Netzwerke; Sprache und Kultur übertragen Information zwischen Menschen und über die Zeit. Diese Erklärungen benötigen keine übernatürliche Entität.

Kontinuität ohne Übernatürliches

Wir sind Teil einer fortlaufenden Informationsgeschichte

Jeder Mensch ist eine lebende Fortsetzung von Milliarden Jahren angesammelter und selektierter biologischer Information, verbunden mit Generationen kultureller Information und einem Leben persönlich erworbener Information.

Wir sind geerbte Information.

Wir sind Information im Werden.

Wir sind weitergegebene Information.

Wir erben, verkörpern, verändern und übermitteln Information.

Das ist keine Unsterblichkeit des Bewusstseins. Es ist Kontinuität ohne Übernatürliches. Der Tod beendet das integrierte informationsverarbeitende Leben des Individuums, löscht aber nicht alle Informationen aus, die diese Person ausmachten oder hervorbrachten.

Biologische Information, Ideen, Wissen, Schöpfungen, Beziehungen, Erinnerungen und Wirkungen auf andere Menschen können fortbestehen. Wir sind nicht bloß Wesen, die irgendwann Information hinterlassen. Wir sind bereits Teil ihrer Fortsetzung.

Kontinuität ohne Übernatürliches

Den Fragen nachgehen

Eine andere Sicht auf uns selbst.

01

Was ist das informationelle Selbst?

Erinnerung, Lernen und Handeln sind Prozesse eines lebenden Menschen.

Eine Einführung lesen ↗

02

Warum stellten wir uns einen Geist vor?

Gedanken und Erinnerungen sind real. Information eröffnet einen Weg, sie zu verstehen.

Information und Geist erkunden ↗

03

Was macht Sie zu der Person, die Sie sind?

Erinnerungen, Beziehungen und Handlungen prägen Identität.

Über Handlungsfähigkeit lesen ↗

04

Was bleibt nach einem Leben?

Gene, Ideen und Fähigkeiten können weitergegeben werden.

Kontinuität erkunden ↗

05

Woher kommt Sinn?

Liebe, Neugier, Schaffen und Fürsorge können Richtung geben.

Eine weltliche Perspektive lesen ↗

Kinder, Fortpflanzung und Kontinuität

Was durch uns weitergeht, kann Neues hervorbringen.

Für viele Menschen kann das Bekommen und Aufziehen von Kindern eine besonders starke Form informationeller Kontinuität sein. Biologische Information überschreitet Generationen, während Sprache, Wissen, Kultur, Gewohnheiten und Werte weitergegeben und verändert werden können. Es ist ein Weg der Kontinuität, keine Verpflichtung und nicht der einzige Weg.

Kontinuität erkunden ↗

Über das Projekt

Eine naturalistische Philosophie. Eine offene Untersuchung.

Ein philosophisches Projekt von Daniel Lachance über Identität, Sinn und Kontinuität in lebenden Systemen.

Die biologische Information ist physisch verkörpert; die weitergehende Deutung des Selbst bleibt ein philosophischer Vorschlag.

Den grundlegenden Essay lesen ↗